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Wie sollten Unternehmen dynamische Fähigkeiten einsetzen?

Ein spannender Artikel, der Einblicke darin gibt, wie verschiedene Unternehmen auch in Krisenzeiten durch den Einsatz dynamischer Fähigkeiten ein Funktionieren der Prozesse sicherstellen können.

Unternehmen in vielen Branchen haben derzeit Mühe, ihre Beschaffungsprozesse anzupassen. Durch die von Covid ausgelöste (und in einigen Teilen der Welt durch den Brexit verstärkte) Krise der Lieferkette verlangsamt sich die Beschaffung wichtiger Inputs, wodurch Produktionsprozesse ins Stocken geraten und die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Da Manager vermuten, dass die derzeitige Krise möglicherweise kein singuläres Ereignis bleibt, werden Erkenntnisse aus der Managementforschung benötigt, wie sichergestellt werden kann, dass operative Prozesse - wie die Beschaffung - den Anforderungen eines dynamischen Wettbewerbsumfelds gerecht werden.

Dynamische Fähigkeiten - Muster wiederkehrender kollektiver Aktivitäten, durch die sich Unternehmen an veränderte Umweltbedingungen anpassen, neue Herausforderungen bewältigen und Chancen nutzen - bieten eine Lösung für dieses Problem. Die dynamischen Fähigkeiten von Unternehmen manifestieren sich in drei Arten von Aktivitäten: Erkennen, Ergreifen und Umgestalten. Erkennen umfasst die Aktivitäten von Unternehmen, die darauf ausgerichtet sind, relevante Veränderungen und Chancen in ihrem Umfeld zu erkennen. Das Ergreifen umfasst Aktivitäten zur Entwicklung neuer Wege, um auf beobachtete Umweltveränderungen und -chancen zu reagieren. Rekonfigurierende Aktivitäten entwickeln und testen Maßnahmen, die Veränderungen in bestehenden Betriebsabläufen auslösen.

Unsere kürzlich im Journal of Management Studies veröffentlichte Studie liefert empirische Belege für zwei zentrale Fragen in dieser Debatte: Setzen Unternehmen dynamische Routinefähigkeiten ein, um Veränderungen in betrieblichen Prozessen zu erreichen? Unter welchen Bedingungen setzen Unternehmen (routinemäßige oder nicht-routinemäßige) dynamische Fähigkeiten ein?

Weitere Informationen zur Studie und deren Ergebnissen finden Sie hier